Auf und Davon - Lisa in China!

 
02Januar
2013

Nur noch 5 Tage...

Halloooo! 

 

So, nun sind es nur noch 5 Tage, die mir hier in Shanghai verbleiben.

Momentan haben wir hier ja "Ferien" (Dienstag, Mittwoch und Donnerstag), müssen aber dafür Freitag, Samstag und Sonntag arbeiten.

 

Deswegen versuchen wir, die freien Tage so gut es geht zu nutzen.

Heute waren wir deshalb in Qibao, einem sehr alten Stadtteil hier in Shanghai.

Da gerade überall in Shanghai Ferien sind, war es dementsprechend voll!

Man konnte sich nur durch die engen Gassen fortbewegen, indem man sich mit der Menge treiben ließ.

Bei einer Massenpanik wäre das dort bestimmt nicht ungefährlich gewesen.

 

In dieser Altstadt gab es allerlei leckeres Essen zu kaufen.

Die Auswahl reichte von kleinen kompletten aufgespießten Vögelchen bis hin zu ganzen Schweineherzen/ -füßen.

Aaaaaber natürlich gab es auch total leckere Sachen, die ich dann auch probiert habe!

Für insgesamt 7 Yuan habe ich einen Spieß kandierter Erdbeeren und einen kleinen Bananenkuchen erstanden.

 

Eigentlich hätte ich gerne auch noch etwas Fleisch probiert, welches Straßen-Brater an Spießen dort angeboten haben. Das sah sehr lecker aus!

Aber leider habe ich mich dann doch nicht getraut.

 

Nachdem wir in Qibao waren, haben wir uns erstmal eine heiße Schokolade in einem Waffelrestaurant gegönnt. 

Das war etwas teurer, weil es halt keine typisch chinesische Spezialität ist und Schokolade generell sehr teuer ist, wenn es überhaupt welche gibt.

Aber man kann sich ja auch mal was gönnen, und 20 Yuan (2,45€) ist ja jetzt auch nicht die Welt.

 

Nachdem wir im Restaurant dann unseren weiteren Tagesverlauf geplant haben, sind wir in Richtung Longhua Tempel aufgebrochen.

Dieser hatte aber leider schon geschlossen.

Also sind wir mit der Metro zurück zur Wohnung gefahren und haben dann aber im Restaurant gegenüber noch köstlich diniert!

Wie immer war es dort sehr gut, ich hatte wieder meine geliebten Jiaozi, weiterhin Kohl in Sojasauce, Omelette, kalt angemachte Gurken mit Knoblauch und chinesischen Pfannkuchen.

 

Natürlich habe ich das NICHT alles alleine gegessen, wie man es normalerweise in China macht, haben wir die Gerichte geteilt, sonst wäre ich ja schon bald ein fetter Klops.

Danach habe ich mir noch ein bisschen Obst beim Obsthändler geholt, und nun sitzen wir fett gegessen und zufrieden im warmen Schlafzimmer.

Für heute steht dann nichts besonderes mehr an, nur ein Filmeabend.

 

Morgen jedoch ist wieder volles Programm! Wir werden die "Cool Docks", die Gegend um den Hafen herum besuchen und später noch weiter zu einer Buchhandlung fahren.

Das klingt wenig, aber es ist immer sehr anstrengend, weil wir halt viel zu Fuß gehen oder mit der Metro fahren müssen.

Aber diese langen Wege an sich sind schon jedes mal aufs Neue wieder ein Abenteuer.

 

Eins ist also nach fast einem Monat in Shanghai schonmal sicher - hier wird es nie langweilig!

 

 

Bild 1: kleines Vögelchen...
Bild 2: wohlverdiente heiße Schokolade
Bild 3: Die Menge in QIbao...
Bild 4: Wir und unser Essen beim Inder!
Bild 5: Der erste Schnee in Shanghai!

31Dezember
2012

Ab ins neue Jahr...

Halli Hallo!

 

ich melde mich mal wieder aus dem eisig kalten Shanghai.

 

Und tatsächlich - es schneit hier! Natürlich lade ich ein Beweisfoto dazu hoch.

Laut den Einheimischen schneit es hier nämlich "einmal in zehn Jahren"! 

Eine große Ehre also für mich, dieses mal dabei sein zu dürfen.

 

Der Schnee hier ist zwar flockig, dennoch mit Vorsicht zu genießen.

Bei der hier vorherrschenden gefühlten Windstärke 12 verwandelt er sich nämlich in sehr gefährlichen und schmerzhaften Eisregen!

Sollte man so klug gewesen sein und einen Schirm mit nach draußen genommen zu haben, so wird die Hoffnung auf Trockenheit direkt zerstört - der starke Wind weht den Schirm überall hin, nur nicht dahin, wo er soll.

Das Resultat des Tages: nasse Füße, ein kaputter Regenschirm (good China quality) und zerstörte Frisuren.

Aber fangen wir mal vorne an zu berichten.

Am Freitag war die lang ersehnte Neujahrsfeier des Kindergartens. 

Ich hatte mich ja wie schon berichtet erfolgreich davor gedrückt, in Tierkostümen auf der Bühne zu tanzen, dennoch musste ich am Freitag erscheinen.

 

Zunächst einmal galt es, herauszufinden, wo die Veranstaltung überhaupt stattfindet!

Also habe ich meinen Supervisor Helen gefragt, die mir dann die Adresse nannte.

Ich habe sie dann in mein Handy getippt und sie meinte auch, dass ich sie richtig geschrieben habe.

Als ich dann jedoch die besagte Adresse zurück in der Wohnung auf einer Karte von Shanghai finden wollte - nichts gefunden.

Auch eine Suche bei Google blieb erfolglos.

Schließlich habe ich die Koordinatorin meiner Austauschorganisation hier in China kontaktiert, ob sie mir weiterhelfen könnte, da ich Helen eh nie so wirklich verstehe, wenn sie etwas sagt.

Gesagt getan, die Koordinatorin schrieb mir dann, dass mich eine Mitarbeiterin am nächsten Tag hinbringen würde.

 

Das fand ich super, bis ich mitgeteilt bekommen habe, dass ich mich schon um 7:15 Uhr morgens mit ihr an der Ziel-Metrostation treffen sollte.

Das hieß dann um 6 Uhr aufstehen für mich!

Denn: ich konnte mich zwar erfolgreich vor einem Tierkostüm drücken, sollte aber stattdessen ein "Partydress" anziehen! 

 

Ich stand also Freitag um punkt 7:15 Uhr herausgeputzt und gestriegelt in High Heels bei  -1°  am Exit 1 der Station - und wartete.

Von Summer (der Mitarbeiterin) keine Spur.

Nach einem kurzen Anruf wusste ich dann, dass Summer ungefähr 15 Minuten später kommen würde. 

Toll!

Das wären ganze 15 Minuten länger in meinem warmen Bettchen gewesen...

 

Schließlich, nachdem ich mir 20 Minuten die Beine in den Bauch gestanden hatte, kam sie dann endlich und wir machten uns auf den Weg.

Ich dachte, es wäre gar nicht weit. Ich habe es aufgrund meines Schuhwerks auch inständig gehofft.

Leider sind wir dann noch ungefähr einen Kilometer gelaufen...

Ich sage euch, Nylonstrumpfhosen sind nichts für das derzeitige Shanghaiwetter, genauso wenig wie Absatzschuhe!

Nachdem wir dann drei mal fast überfahren wurden, kamen wir schließlich an. 

Die Neujahrsfeier wurde in einem Theater-ähnlichen Saal abgehalten, aber - natürlich, wie blöd von mir es anders zu erwarten - OHNE Heizung.

Vier Stunden bei 10° im Partykleid herumsitzen - das macht Laune.

Die Neujahrsfeier an sich war cool - die Kinder sind halt in Kostümen rumgetanzt und haben gesungen. Alles ein bisschen geordneter und einstudierter als in Deutschland.

Zum Schluss wurde dann eine riesge, 3-Stöckige Torte hereingefahren - total chinesisch einfach.

Ich habe dann am Ende auch noch ein großes Stück zum Mitnehmen eingepackt bekommen.

Habe es aber an meine Mitbewohner abgetreten, weil die Chinesische "Sahne" einfach absolut nicht nach Sahne schmeckt... total komisch! Dabei sah der Kuchen so lecker aus...

Am Wochenende haben wir nicht viel gemacht. 

Am Freitag Nachmittag war ich nochmal einkaufen, wahrscheinlich das letzte mal hier.

Heute war so ein nasskalter Tag, wir konnten uns zu nichts motivieren.

Das schlimmste ist, dass seit heute Mittag das Internet nicht mehr funktioniert, weshalb ich diesen Eintrag auch erst morgen werde veröffentlichen können.

Am Abend sind wir dann Essen gegangen, weil Eric, der Amerikaner, heute seinen letzten Tag hier in China hat.

Wir waren dann in einem indischen Restaurant.

Das war das erste mal, dass ich indisch gegessen habe, und ich muss sagen: es war wundervoll! 

Ich mag ja absolut kein scharfes Essen, aber ich habe mir total umsonst Sorgen gemacht.

Ich hatte ein total köstliches Gericht, genannt "Chicken Kurma", leckeres (!) Hähnchenfleisch in einer Nuss-Sahnesauce. Und diesmal scheinbar auch wirklich echte Sahne.

Es war einfach traumhaft und ich hätte es mir am liebsten noch 5 mal zum Mitnehmen einpacken lassen.

Habe ich aber nicht.

Aber in Deutschland muss ich unbedingt wieder mal indisch Essen gehen.

Ihr könnt euch mir gerne anschließen!

 

Generell gibt es hier einiges, was ich an Essen in Deutschland vemissen werde.

Am meisten sind es wahrscheinlich die Jiaozi (Dumplings).

Sie sind einfach SOOO lecker, auch etwas, was ich in Deutschland mal selber machen möchte.

Wahrscheinlich aber werde ich sie nie so lecker hinbekommen wie im Restaurant hier gegenüber.

Es gibt leckere Varianten, am besten schmeckt mir die mit Kohl und Schweinefleisch.

Es gibt sie aber auch mit Eselfleisch.

Schmeckt auch!

 

Was ich noch vermissen werde, sind die "Brater".

Das sind Straßenverkäufer, die Gemüse und Fleisch an Spießen frisch auf einem Grill an der Straße zubereiten.

Das klingt jetzt vielleicht unhygienisch (ist es vermutlich auch), aber es ist sooo lecker und bisher bin ich auch noch nicht gestorben, nachdem ich etwas davon gegessen habe.

Meistens lasse ich mir Schweinefleisch (glaube ich zumindest) oder grüne Bohnen braten.

Der Spaß kostet 1 - 4 Yuan, je nachdem, was man möchte (das sind 15-50 Cent)

Leider sind die Brater nur später Abends da.

SOooooo bevor das Internet jetzt wieder ganz weg ist, lade ich schnell den Eintrag hoch...
Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins Jahr 2013!
Die versprochenen Fotos folgen dann, leider ist die Verbindung zu schlecht...

24Dezember
2012

Frohe Weihnachten! Oder auch Shengdan kuai le!

Hallihallo!
Ich melde mich mal wieder aus dem kalten Shanghai. Es ist wirklich kalt - 2° !
Die Hälfte der Zeit hier ist nun um, es  bleiben mir nur noch zwei Wochen. Einerseits macht mich das traurig - ich habe schon so viel hier erlebt -  andererseits freue ich mich soooo auf Zuhause.
Gerade heute an Weihnachten vermisse ich Zuhause sehr.

Aber fangen wir mal vorne an.Zunächst möchte ich euch noch was über die Sicherheit hier in Shanghai berichten!


Hier gilt im Straßenverkehr, wie ich ja schon erzählt habe, ganz augenscheinlich das Motto:"Safety First!" (Keine Anschnallgurte etc.).
Dazu kann ich sagen, dass ich hier jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit und zurück mindestens 3 mal fast von einem Auto, oder, NOCH schlimmer, einem dieser hinterhältigen kleinen Elektroroller überfahren werde!

Diese sind so listig, die machen überhaupt keine Geräusche, wenn man eine Mütze oder Kapuze auf hat, hör man sie gar nicht.
So kommt es, dass ich mittlerweile nicht mal meine gerade Spur auf dem Bürgersteig für einen auch noch so kleinen Schritt nach rechts oder links verlasse, ohne vorher einen prüfenden Schulterblick zu tätigen! 
Es könnte ja sein, dass sich gerade ein Elektroroller vorbeizuschleichen versucht.
Gefährlich!

Wie gesagt, Safety First.

Das gilt scheinbar nicht für die Bauarbeiter hier in Shanghai. 
Vor unserem Fenster wird eine Glaskuppel augebaut, bisher steht jedoch nur das Gerüst.
Die Arbeiter allerdings turnen fröhlich auf besagtem Gerüst herum - ohne jede Sicherung oder ein Seil!
Wir wohnen zwar nur im 4. Stockwerk von 26, aber immerhin...

Um zum Straßenverkehr zurückzukommen...
Die Ampeln sind noch zu erwähnen!
Rot ist nicht Rot, das ist ja klar.
Aber obacht! Grün ist auch nicht grün. 
Man sollte, bevor man hier eine grüne Ampel überquert, lieber mehrmals in beide Richtungen gucken, ob alles frei ist.Manchmal schleicht sich doch noch ein Elektroroller an.....

Wenn ich dann meine Arbeitsstelle unbeschadet erreicht habe, sind meistens 45 Minuten vergangen.
Ich fahre jeden Morgen mit der Metro, steige einmal um.
Da ich immer um 6:30 aufstehen muss, ist meine Laune auf dem Weg entsprechend schlecht.
Der Tiefpunkt ist aber erreicht, wenn ich dann auch noch keinen Sitzplatz in der U-Bahn bekomme...
Das ist das Schlimmste morgens früh!!!

Manche U-Bahn-Fahrer fahren nämlich - bevorzugt natürlich morgens, wenn man noch keinen Gleichgewichtssinn hat -  als hätten sie schon ihre zweite Flasche Schlangenschnaps angebrochen. 
Entnervend.


Ein weiteres Sicherheitsrisiko - Die Steckdosen.
Denen darf man hier nicht vertrauen. 
Man kann zwar die deutschen Geräte hier ohne Adapter in die chinesischen Steckdosen einstecken, dennoch nehmen sie einem das hier scheinbar übel.
Als Strafe bekommt man dann ein paar Funken entgegengeschleudert oder warnende Geräusche wie "BRZZZLLZZZTTT". 
Wenn die Steckdosen mir dann aber gerade wohlgesonnen sind, kann man für ein paar Stunden seine Geräte laden.
Dennoch ist Vorsicht geboten...

 

Kommen wir jetzt zu meinem heutigen Tag.

Weihnachten!
Heute hab ich wirklich ganz schreckliches Heimweh, wenn ich an all das leckere Essen und die Geschenke (Geschenke?) denke.
Ich hätte es mir nicht so schlimm vorgestellt.
Zu allem Überfluss musste ich dann heute noch arbeiten (Morgen und Übermorgen auch, an Silvester auch).
Danach habe ich mich dann erstmal - wie an jedem Arbeitstag - für zwei Stunden ins Bett gelegt.
Bis ich von einer meiner Mitbewohnerinnen aufgeweckt wurde - ich hatte ganz vergessen, dass wir heute in die deutsche Kirche gehen wollten!

Also habe ich mich schnell fertig gemacht und wir sind los zur Kirche.Total überfüllt dort! So viele Deutsche auf einem Haufen hätte ich nicht erwartet.Wann war ich überhaupt das letzte mal in der Kirche? mindestens 489102 Jahre her.
Naja, jetzt weiß ich wenigstens, warum ich nicht so lange nicht mehr da war.
Es war schrecklich langweilig.

Als wir dann wieder hier in der Wohnung waren, haben wir dann angefangen, das Essen zu machen.
Es gab Käsespätzle, Fleischbällchen und Salat - als Nachspeise Milchreis und Vanillepudding.
Das war sehr lecker, trotzdem hätte ich lieber ein Weihnachtsessen von Mama gehabt. Weinend

Danach haben wir noch ein paar Gedichte gesagt und sind um den Weihnachtsbaum getanzt (laut Natascha, die aus Dänemark kommt, ist das eine Tradition dort).

Danach gab es Geschenke! Wir haben nämlich geheimes Wichteln gemacht, jeder hat einen Namen ausgelost bekommen und musste dann ein kleines Geschenk kaufen.

Ich habe Schminke und Haarbänder bekommen! Da kennt mich der geheime Weihnachtsmann wohl ganz genau! Lachend

Jetzt geht der Tag auch schon wieder dem Ende zu und ich werde gleich ins Bett gehen.
Ich beneide euch alle, weil ihr Morgen ausschlafen könnt.


Ich wünsche euch für später guten Appetit und vor allem ganz ganz frohe Weihnachten!

Seid froh, dass ihr heute mit euren Lieben zusammen sein könnt, 11.000 Kilometer weit von Zuhause weg wird mir klar, dass das was ganz besonderes ist, das sollten wir nicht vergessen!

Fühlt euch gedrückt von mir.



Eure Lisa 

 

Bild1: Malen mit den Kindern
BIld2: Wir beim deutschen Essen im Restaurant "Papas Bierstube" (Von rechts: Lina, Erik, Max, Ich) 

20Dezember
2012

Das Leben!

Hallo Hallo!


Nach einer Beschwerde muss ich doch mal wieder einen neuen Eintrag verfassen!
Ich habe leider ziemliche Probleme mit Holgers Laptop - funktioniert andauernd nicht. :(

Die Zeit geht hier soooo schnell rum - morgen ist schon wieder Wochenende!
Vom Kindergarten gibt es viel zu berichten. Ich bin jeden Tag von 8:15 bis 11:00 Uhr dort - das sind doch mal Arbeitszeiten, oder? :D

Montags bis Mittwochs unterrichte ich Englisch im "English Room", das ist ein Klassenzimmer mit Beamer und Computer, mit dem die Kinder dann lernen.
Mittwochs, also heute, helfe ich den Lehrerinnen bei den ganz kleinen Kindern (Lele Class).

Generell gefällt mir der Kindergarten. Die Kinder kommen eher aus reicheren Familien, deshalb ist der Kindergarten sehr gut ausgestattet und hat viel Personal.

Nicht so gut finde ich, dass wir englischen Lehrer scheinbar für eine günstige "Werbekampagne" benutzt werden. Damit meine ich, dass  wir europäischen Lehrer zum Beispiel bereits um 8:15 Uhr draußen vor dem Kindergartentor stehen und die Schüler begrüßen müssen -  in den Temperaturen kein großer Spaß.
Für mich sieht das ganze so aus, als würden wir einfach Werbung machen.

Desweiteren werde ich die ganze Zeit rumgezeigt wie eine Vorzeigepuppe.
Ich sollte an der Neujahrsfeier am 28.12. im Hasenkostüm auf der Bühne tanzen...
Habe ich aber direkt abgelehnt. Das fanden die im Kindergarten wiederum nicht so gut.

Sonst macht das Leben hier viel Spaß.
Ich esse jeden Tag total leckere Suppe, die gibt es hier direkt nebenan. Man kann sich selber zusammenstellen was man will, ich nehme immer Champignons, Brokkoli, Kohl und Nudeln. Das ganze wird dann frisch gekocht und zum Mitnehmen fertiggemacht,
Das ist super lecker!

So eine warme Suppe brauche ich aber auch jeden Tag.

Denn -  was ich hier am meisten vermisse - sind warme Räume.
Egal wo man hier hingeht, wenn man reinkommt ist es fast so kalt wie draußen.
Es gibt zwar Klimaanlagen, aber meistens sind die Fenster hier so undicht, dass der Raum aufgrund von Zugluft gar nicht erst warm wird...
So kommt es, dass mir die ganze Zeit die Nase läuft und sich eine Ohrenentzündung anbahnt.

Was ich auch noch seeeeehr vermisse, ist Brot.
Es gibt hier kein Brot, das außen hart und innen weich ist.
Heute habe ich mir Rosinenstuten gekauft, aber ich würde gerne mal wieder ein richtiges Brötchen zum Frühstück essen.

Am 22.12. gehen wir in ein deutsches Restaurant -  ALL YOU CAN EAT!
Es gibt Spätzle, Rotkohl, alles was das Herz begehrt. Ich freue mich schon soooo darauf.

Morgen ist dann ja auch endlich wieder Wochenende, habe ich auch nötig! Jeden Tag um halb sieben aufstehen ist schon ganz schön anstrengend... Lachend

Wir wissen noch nicht genau was wir machen, aber zur Auswahl stehen eine 80'er Jahre Party oder ein anderer Club. Oder ich bleibe hier in der Wohnung und kuriere meine Erkältung aus.
Mal sehen!
Nach dem Wochenende ist ja auch schon die Hälfte der Zeit hier in Shanghai um!

Ich werde die Tage nochmal einen Eintrag schreiben, aber ihr müsst auch fleißig kommentieren!  

 

Bis dahin!

Auf dem ersten Bild seht ihr das heutige Geburtstagskind und mich, ich habe Kuchen bekommen!
Auf dem zweiten Bild seht ihr die Kinder bei der Probe der Weihnachtsfeier! Lächelnd 

    

14Dezember
2012

Neuanfänge & Abschiede

Hallo Hallo!

 

Tut mir echt leid, dass mein letzter Blogeintrag nur so kurz und knapp war. Als ich einen seiteeeenlangen Eintrag schon fast fertig gestellt hatte, ist der Computer abgestürzt und ich hatte keine Lust mehr alles nochmal neu zu schreiben... :D

 

Heute hatte ich meinen ersten Tag im Kindergarten, der circa 45 Minuten von meinem Appartement entfernt ist.
Ich bin gaaaanz alleine mit der Metro hingefahren!
Seit Mittwoch habe ich nämlich meine "Transportation Card", die wird aufgeladen und kann dann für Busse, Metro, Fähre und sogar Taxi verwendet werden! Sehr praktisch.

Heute morgen bin ich dann also um 6:00 Uhr (würg) aufgestanden und um sieben Uhr loszufahren.
Ich bin auch ganz gut zurecht gekommen, habe es geschafft, heile an der Zielstation anzukommen.
An der Station habe ich dann auf Summer gewartet, die mich zum Kindergarten bringen sollte.
Das war noch ganz schön weit!
Auf dem Weg dahin hat sie mich aber aber noch gefragt, ob wir schnell frühstücken wollen.

Also sind wir in eine Bäckerei gegangen. Leider gibt es in China fast nur weiches Brot, sowas wie Brötchen meistens gar nicht.
Ich hatte dann zum Frühstück eine Kartoffelpüree-Käse-Paprika Schnitte/Riegel was auch immer, dazu einen frisch gepressten Zitronensaft gehabt.
Das war sehr lecker!

Dann ging es weiter Richtung Kindergarten, wo die Koordinatorin Helen mich schon erwartet hat. 
Zusammen mit den beiden anderen englischen Lehrern, die sogar aus Großbritannien kommen  (Chris & Rob) haben wir dann das "Morning Greeting" gemacht.
Das klingt spannend, ist aber einfach simples "am Tor stehen und jedes Kind mit einem 'good morniiiing' begrüßen".
Einfach total süß, wenn die chinesischen Kinder 'good morning" zurück sagen.

Viel mehr habe ich dann an dem Tag nicht im Kindergarten gemacht.
Ich habe Chris bei drei Englischstunden mit den ältesten Kindern (6-7 Jahre) zugeschaut und ein bisschen mit den Kindern geredet.
Danach war ich mit Summer in der Kantine essen. Das war dann mal wieder nicht so schön, ich denke ich werde da in Zufkunft nicht mehr essen.
Rob und Chris gehen sich Mittags was kaufen, ich denke ich werde dann mit denen gehen.

Heute Nachmittag haben wir uns sehr günstig die Nägel machen lassen,sieht aber total schön aus.

Vor ein  paar Minuten ist Mailin, das Mädchen, das ich hier als erstes kennengelernt habe, nach sechs Monaten hier in Shanghai abgereist. :(

Mittlerweile sind wir zu sechst im Appartement, die zwei Mädchen vom Anfang, ein Mädchen, das heute angekommen ist, morgen aber schon wieder abreist, ein Schweizer und ein Brasilianer.
Soeben waren wir noch einmal alle zusammen essen, war zur Abwechslung mal lecker.

Jetzt bin ich seeeeeeehr müde und werde wahrscheinlich gleich schlafen gehen (waren ja gestern Abend aus und nicht um Punkt zehn Uhr im Bett wie es sich gehört...)

 

13Dezember
2012

Die ersten Tage in Shanghai...

...waren cool!

 

In meiner Wohnung wohnen noch drei andere Mädchen aus Deutschland, die sind alle total nett und wir machen echt oft was zusammen.

Am Dienstag Abend sind wir noch zusammen in ein Restaurant und haben Jiaozi (Dumplings, eine Art gefüllte Teigtaschen)

Sehr lecker! Man dippt sie in einen Mix aus Essig und Sojasauce.

Danach war ich noch kurz in einem kleinen Supermarkt und bin dann zurück zur Wohnung gegangen.

Am nächsten Tag ging es schon früh für mich los. Um ACHT Uhr (so früh bin ich in den letzten Monaten nie wach gewesen) musste ich schon aufstehen, um neun Uhr musste ich mich im Büro der Organisation einfinden.

Dort hatte ich dann zwei Stunden Chinesischunterricht mit Skye. Skye ist eine typische Chinesin, redet einfach ohne Punkt und Komma, alles eiskalt auf Chinesisch.
Die Hälfte der Zeit verstehe ich nur Bahnhof (Bahnhof heißt übrigens Huochezhang), weil mir der Shanghaiakzent noch nicht vertraut ist. Skye scheint das nicht zu stören.

Am Mittag sind wir dann zusammen in den großen Supermarkt gegangen, wo sie dann wollte, dass ich die Angestellten belästige und diese frage, wo sich die zu kaufenden Sachen befinden.

 

Danach waren wir essen, in einem typisch chinesischem "Restaurant" (Straßenküche mit ein paar Sitzplätzen)

Was sie mir hinstellt, ist eine Nudelsuppe.
bei genauerem Hinsehen entdecke ich jedoch auch dunkle Stücke... Fleisch?
Ich frage also "Zhe shi shenme?" und sie antwortet, es sei ...

 

gepresstes und geronnenes Entenblut.

 

Ich nicke und lächle tapfer und sage Danke.

Hab aber nur die nudeln gegessen. :D

Um ca. 14 Uhr habe ich mich dann mit Angel getroffen, die mit mir in den alten Stadtteil Qibao gefahren ist.

 

Danach war ich mit den drei Mädchen den Sonnenuntergang am Bund beobachten und später im Stadtteil Tianzifang Abend essen (Pizza, nach dem Mittagessen war es mir genug mit Experimenten).

Heute, also am Donnerstag, war der Tag in etwa gleich. Chinesisch Unterricht, Sightseeing und heute Abend gehen wir in eine Bar.

 

Morgen habe ich meinen ersten Tag im Kindergarten! Ihr dürft gespannt sein!

 

Bis dahin :)

11Dezember
2012

Die erste Nacht...

...war mehr oder weniger erfreulich.

Ich bin um ca. 22:50 in Shanghai gelandet, die Einreise unproblematisch, alles super.
Der Koffer ist auch heil angekommen (puuuuh, Glück gehabt).

DANN ging es los. Ich bin mit dem 100kg schweren Koffer und meiner in etwa genau so schweren Handtasche losgestapft, um mir ein Taxi zu suchen.
Kann ja nicht so schwer sein oder?

Gesagt, getan, als ich dann schließlich am Taxistand ankam erwartete mich jedoch - eine etwa 70 m lange Schlange, in die es sich einzureihen galt, um auf die wartenden Taxis verteilt zu werden!Lachend 
Die Chinesen lieben Schlangen einfach, hauptsache man kann sich einreihen.

Als ich schließlich (nach 30 Minuten) an der Reihe war, fragte der Aufpasser "nali?" (wohin) und ich nannte ihm die Adresse des Hotels.

Der Anweiser nur: "Ja alles klar, Taxi 1 bitte!"
Ich bedanke mich und gehe zu besagtem Taxi.

Der Fahrer hebt sich fast einen Bruch mit meinem Koffer, schließlich fahren wir los.

Als ich ihm die Adresse zeige, sagt er jaja und sonst nichts.
Während der Fahrt quasselt er mich dann auf Chinesisch voll, habe nur die Hälfte verstanden und immer schön gelacht und "hao, hao" ("ok, gut") gesagt.
Das schien ihn zu freuen.

Dass man sich in China nicht anschnallt, wissen wir ja schon, nicht, dass überhaupt Anschnallgurte vorhanden wären.
Ich sitze also völlig enstpannt hinten auf meiner Bambusmatte, während der Fahrer ganz locker flockig mit Handy am Ohr und durchschnittlich 130 km/h über den chinesischen Highway brettert.
Das ist doch genau das Richtige nach so einem langweiligen Flug! :D

Dann verlassen wir den Highway, überall nur noch geschlossene Geschäfte und keine Menschenseele weit und breit.
Wir halten an.

Ich frage was los ist, der Fahrer antwortet, er wisse nicht, wo das Hotel ist.
Ich bekomme einen leichten Panikanfall und wähle vorsichtshalber schon mal die Notrufnummer.

Der Fahrer telefoniert (Das Taxameter lief übrigens die ganze Zeit weiter) und ich warte.

Schließlich ruft er aber noch im Hotel an und fragt nach dem Weg.

Er quasselt noch ein paar unverständliche Sachen, aber dann erreichen wir letztendlich das Hotel.
Er will 100 Yuan (12€). Das erscheint mir reichlich teuer, sage aber nichts, weil ich die Nase voll habe und es mittlerweile 00:30 ist und drücke ihm einen Hunderter in die Hand.

Im Hotel angekommen, erwarten mich zwei mürrische junge Damen, die kein Wort Englisch sprechen.
Kein Hallo oder Guten Abend, die eine gurrt nur "passsporrrrt".
Ich gebe ihr meinen Reisepass, sie hantieren so herum und geben mir dann meine Zimmerkarte, nachdem ich 200 Yuan Deposit zahlen musste (Warum?! Die Minibar war eh leer).
Das wars von den beiden, sie widmeten sich wieder ihren Handys und ich durfte mich allein auf den Weg machen.

Das lustige im Hotel: es gibt keine vieren (4en). Keinen vierten Stock, keine Zimmer mit einer vier in der Nummer, nix! ist wohl eine Unglückszahl.

Ich also fröhlich in den sechsten Stock gefahren, um mein Zimmer zu beziehen.
Das Zimmer ist in Ordnung, recht sauber und hell.

Dennoch ist es draußen so kalt wie hier drinnen. Heizung? Gibts nicht.

Ich hab mich dann damit abgefunden, bin duschen gegangen und danach ins Bett.

Heute morgen bin ich aufgewacht, als mein Wecker geklinget hat (8:00), jedoch den Fehler gemacht, nochmal die Augen zuzumachen. Aufeinmal war es schon 8:40!

Check-Out war für 10:30 vereinbart, also schnell fertig gemacht und zum Frühstück.
Bis auf die Angestellten war ich dort der einzige Gast.
Bei all den leckeren Köstlichkeiten konnte ich mich gar nicht entscheiden, was ich zuerst probieren sollte!
Habe mich dann für etwas klebrigen Reis mit Eistückchen (hoffentlich), Nudeln und etwas das aussah wie Toast, jedoch wie Zwieback schmeckte.
Pünktlich um 9:30 wurde ich dann aber herausgeschmissen, da das Restaurant jetzt schließe!

Im Hotelzimmer zurück habe ich dann alles gepackt und bin runter zur Rezeption, um auszuchecken.
Beim auschecken kam dann kam dann jemand vom Roomservice runter, der flecken auf meinem Kopfkissen und Laken gefunden hatte.
(Hatte mich gestern mit nassen Haaren ins Bett gelegt, aber vorgestern erst die Haare gefärbt, uuuups)
Die guten Leute wollten dann Geld für die beschmutzten Sachen. (Anscheinend wäscht man die Sachen hier nicht...)
Ich hab jedoch ganz unschuldig gesagt, dass das schon vorher auf dem Laken gewesen sei und ich nichts damit zu tun habe.
Daraufhin wurde der Manager gerufen und diskutiert, schließlich musste ich aber dann nichts bezahlen. Hätte ich auch nicht gemacht.

Jetzt sitze ich hier in der Lobbybar (werde nicht bedient, scheinbar will hier keiner mit mir sprechen) und schreibe den hübschen Blogeintrag.

Ich habe meine dicke Winterjacke an, da es hier saukalt ist, meine Finger fallen beim schreiben schon fast ab.
Sogar die angestellten tragen dicke Daunenjacken.
Es ist mittlerweile 10:45, meine Abholung hat sich um eine Stunde verschoben.

Draußen ist es wahrscheinlich wärmer als hier drin, die Sonne scheint.
Aber da ist kein W-Lan.
Also muss ich wohl noch eine dreiviertel Stunde hier im Kalten sitzen und der Sarah Connor-Musik lauschen.

Bin schon sehr gespannt auf mein Appartement und die anderen Leute.

Werde davon natürlich umgehend berichten.

 

Bis dahin!

10Dezember
2012

Ein kurzer Zwischenstopp...

in Dubai!

Der Flug bis hierhin war in Ordnung, hatte zwei unaufällige Holländer neben mir.
Der eine ist zum Ende einmal ohnmächtig geworden und musste medizinisch versorgt werden.

Sonst ist nichts aufregendes passiert, ich bin total müde und konnte auch auf dem Flug kaum schlafen.

Wenigstens das Essen war gut.

 

 

Jetzt ist es 9:12, um 9:50 beginnt voraussichtlich das Boarding für meinen Flug nach Shanghai.

Auf dass dieser Flug angenehmer wird!